| Hin und wieder zur Gießkanne greifen |
Trockenresistente Beete anlegen |
In einem klimafesten Garten kommt die Gießkanne nur selten zum Einsatz. Im Frühling wird sie allenfalls zum Angießen von Saatgut und Jungpflanzen genutzt. Wer dabei sparsam vorgeht, hat später einen Vorteil: Pflanzen, die selten gegossen werden, bilden tiefere Wurzeln und kommen besser mit Trockenheit zurecht. Gab es im Mai wenig Niederschläge, kann es ungefähr ab Juni sinnvoll sein, Stauden- und Gemüsebeete zu gießen, ebenso wie Pflanzen in Töpfen, Kübeln und Hochbeeten, denn hier wird wenig Wasser gespeichert. Dabei gilt: statt die Pflanzen täglich ein bisschen zu wässern, gießen Sie lieber selten und durchdringend. Idealerweise sind die Regentonnen jetzt noch mit ausreichend Wasser gefüllt.
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Aufgrund des Klimawandels ist immer öfter mit extremen Sommern zu rechnen. Bevor der Boden stark ausgetrocknet ist, können Sie im Juni noch die Chance nutzen und ein neues Blumenbeet anlegen. Trockenresistente Stauden sollten nach der Pflanzung gut angegossen werden, kommen dann aber mit wenig Wasser aus. Folgende Pflanzen sind zudem insektenfreundlich: Nachtkerze, Purpur-Sonnenhut, Lavendel, Mittagsblume und Fetthenne. Auch bereits vorhandene Beete werden mit einfachen Tricks klimafit. Arbeiten Sie zum Beispiel Komposterde ein und bedecken Sie den Boden mit einer dicken Mulchschicht. Das speichert Nährstoffe und Feuchtigkeit. Blumen- und Gemüsebeete werden außerdem durch Hecken und Sträucher vor dem Austrocknen geschützt. Diese spenden Schatten und halten warmen Wind ab.
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| Vogel- und Insektentränken aufstellen |
Nicht nur Pflanzen, sondern auch Tiere leiden im Sommer unter der zunehmenden Trockenheit. Im tierfreundlichen Garten ist es deshalb ratsam, Wasser für Insekten und andere Wildtiere bereitzustellen. Wildbienen und Hummeln freuen sich über eine kleine Insektentränke, die mit Kieselsteinen und Stöcken gefüllt ist und die Fluginsekten vor dem Ertrinken schützt. Eine Vogeltränke wird von Rotkehlchen und Co. nicht nur zum Wassertanken genutzt - viele Vögel nutzen die Wasserstelle gern als Bad. Und auch für Igel können Sie an heißen Sommertagen etwas tun: Eine Schale Wasser am Boden wird bei Trockenheit gern angenommen. Für jede Tränke gilt: Nur mit sauberem Wasser füllen und regelmäßig reinigen!
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| Hin und wieder rasenmähen |
Rasenschnitt clever nutzen |
Im Juni scheint der Rasen schneller zu wachsen, als man gucken kann. Deshalb kommt der Rasenmäher in akkurat gepflegten Gärten bis zu zwei Mal pro Woche zum Einsatz - oder der Mähroboter dreht unermüdlich seine Runden. Ein Trend, der im naturnahen Garten nicht infrage kommt. Hier darf und soll der Rasen wachsen. So ist er besser gegen Trockenheit gewappnet und hübsche Wildkräuter haben die Chance, sich zu vermehren. Während kahle Flächen in benachbarten Gärten also immer brauner werden, behält der ungemähte Rasen deutlich länger eine sattgrüne Farbe und - mit etwas Glück - zahlreiche bunte Blüten. Hin und wieder dürfen Sie trotzdem mähen oder trimmen. Denn wenn das Gras zu hoch wächst, ist für den Rasenmäher kein Durchkommen mehr. Um Insekten und anderen Tieren im Garten Zuflucht zu bieten, lohnt es sich, die Fläche in Etappen zu mähen. Lassen Sie immer ein wenig hohes Gras stehen. Das kann sogar dekorativ aussehen, zum Beispiel, indem Sie Kreise oder wellenförmige Muster mähen. Vielleicht gibt es in Ihrem Garten sogar eine Ecke, die gar nicht gemäht wird. Hier reicht es, das Gras einmal im Jahr mit der Sense zu kürzen.
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Der Grasschnitt lässt sich übrigens sinnvoll weiterverwenden, um Dürre und Nährstoffmangel in den Beeten vorzubeugen. Entweder geben Sie ihn als Mulchschicht in Stauden- und Gemüsebeete, sodass Feuchtigkeit gespeichert und unerwünschte Beikräuter unterdrückt werden. Oder der Rasenschnitt wandert zunächst auf den Komposthaufen. Hier zersetzt er sich mit der Zeit zu wertvoller Komposterde, die Ihre Pflanzen mit reichlich Nährstoffen versorgt. |
| Kartoffeln, Tomaten und Erdbeeren pflegen |
Für Selbstversorgerinnen und Selbstversorger gibt es immer etwas zu tun. Zu den wichtigsten Gartenarbeiten im Juni gehört das Anhäufeln der Kartoffelpflanzen. Dazu wird die Erde an den Trieben weiter aufgeschichtet, sodass sich Seitenwurzeln bilden können. Wer sich die Mühe macht, freut sich später über eine reichere Ernte. Auch die Tomatenernte lässt sich erhöhen, indem Sie die Pflanzen ausgeizen. Kleine Triebe, die zwischen Haupt- und Seitentrieben wachsen, werden entfernt. Auch Erdbeeren freuen sich über etwas Pflege. Lockern Sie den Boden auf und arbeiten Sie Komposterde als Dünger ein. Unter den tragenden Pflanzen können Sie außerdem Stroh oder trockenen Grasschnitt verteilen, damit die Früchte sauber bleiben. Neben der ganzen Gartenarbeit im Juni dürfen Sie natürlich eins nicht vergessen: Hin und wieder von den ersten reifen Erdbeeren naschen.
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| Pflanzen düngen und Schädlingen vorbeugen |
Vor allem im Gemüsebeet, aber auch an hübschen Stauden, können sich Schädlinge zu schaffen machen und die Freude am Gärtnern verderben. Eine wichtige Gartenarbeit im Juni ist daher der Schutz Ihrer Pflanzen. Dazu gibt es viele Hilfsmittel, die ganz ohne Chemie auskommen. Vom Wühlmauskorb über das Kulturschutznetz bis hin zum Schneckenkragen. Hilfreich ist auch der tägliche Gang durch den Garten: Kartoffelkäfer oder Schnecken lassen sich per Hand von den Pflanzen absammeln. Zu guter Letzt wirken selbstgemachte Jauchen als natürlicher Pflanzenschutz. Übrigens: Selbstgemachte Brennesseljauche eignet sich hervorragend als Dünger.
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