Garten Tipps von Richard Bauch e.V. - bereitgestellt von www.mdr.de/mdr-garten/mdr-gartenkalender-100.html
| Pflanzzeit fĂŒr Erdbeeren | KrĂ€uter ernten | Die Erdbeersaison ist fast vorbei. Schneiden Sie Mitte August die alten ErdbeerblĂ€tter etwa zehn Zentimeter ĂŒber dem Boden ab. An den alten BlĂ€ttern haften oft Krankheitserreger. Geben Sie 15 Gramm Stickstoff auf einen Quadratmeter und gieĂen Sie ordentlich! Die BlĂ€tter werden so schön krĂ€ftig und die BlĂŒtenanlagen fĂŒr die nĂ€chste Saison gebildet. FĂŒr neue Pflanzen wĂ€hlen Sie Ableger der Pflanzen aus, die besonders gut getragen haben. Pflanzen Sie die mit den krĂ€ftigsten Wurzeln bis Mitte August ins Beet. |
Die Monate Juli und August sind die beste Zeit, um KrĂ€uter zu ernten. SommerkrĂ€uter haben kurz vor oder wĂ€hrend der BlĂŒte das beste Aroma. Schneiden Sie die KrĂ€uter am besten am Vormittag, wenn sie schön abgetrocknet sind, dann haben sie die beste WĂŒrze. SchĂŒtteln Sie den Staub ab und kontrollieren Sie, ob an den Blattunterseiten und StĂ€ngeln kleine Tiere oder BlattlĂ€use sitzen. Binden Sie gesunde Triebe zu kleinen StrĂ€uĂen und hĂ€ngen sie diese verkehrt herum an einem möglichst dunklen und trockenen Ort auf. Sind die StrĂ€uĂe zu dick, trocknen sie nicht und werden faul. Noch besser ist es, die KrĂ€uter liegend zu trocknen. Das funktioniert gut auf einem KĂŒchenbrett oder Backpapier. Gut zum Trocknen eignen sich KrĂ€uter mit einem krĂ€ftigen, herben Aroma wie Thymian, Minze, Bohnenkraut oder Salbei. Nach der Sommerernte treiben viele KrĂ€uter noch einmal durch und bringen so im Herbst eine zweite Ernte. |
| GemĂŒse sĂ€en und pflegen | Im Sommer ist es mit dem Anbau von GemĂŒse noch lange nicht vorbei. Chinakohl, Winterzwiebeln, Spinat, Winterportulak, Mangold, Radieschen und Rettich können jetzt gesĂ€t werden. Auch Kopfsalat und Herbstsalate können als Jungpflanze ins Beet gesetzt werden. Ebenfalls als Jungpflanze werden Blumenkohl, Kohlrabi und Lauch gepflanzt. Damit der Boden nicht auslaugt, achten Sie auf die richtige Fruchtfolge. WĂ€hlen Sie im nĂ€chsten Pflanzenjahr immer Pflanzen einer anderen Familie. |
| Tomaten pflegen | Samen gewinnen | Tomaten, Chili und Paprika werden etwa Mitte August im Freiland das letzte Mal gedĂŒngt. Damit die Ernte reichlich ausfĂ€llt, werden wöchentlich Triebe ausgegeizt. Bei Stab-Tomaten wird der Haupttrieb gekappt, damit er nicht weiter wĂ€chst, sondern alle Kraft in das Ausreifen der schon gebildeten FrĂŒchte geht. |
Aus Tomaten können jetzt Samen gewonnen werden. Die gallertartige Masse um die Kerne verhindert, dass die Samen schon in der Frucht keimen. Das Fruchtfleisch muss also entfernt werden. Am besten funktioniert das durch GĂ€rung, die durch Zuckerwasser unterstĂŒtzt werden kann. Die Samen werden einfach in ein Glas gegeben und mit der Zuckerwasserlösung aufgefĂŒllt. Die tauben Samen schwimmen in der Lösung oben. Die keimfĂ€higen senken sich mit der Zeit nach unten. Nach dem AbgieĂen mĂŒssen Sie die Samen nur noch gut trocknen und bis zum nĂ€chsten Jahr aufbewahren. Aber nicht nur der Samen von Tomaten und vielen anderen der GemĂŒsepflanzen kann jetzt gesammelt werden. Jede Menge Wiesenblumen stehen jetzt in voller BlĂŒte. Sind sie verwelkt, können die BlĂŒten abgezwackt, getrocknet und die Samen fĂŒr das kommende Jahr eingetĂŒtet werden. |
| KrÀuter, Stauden und Gehölze durch Stecklinge oder Absenker vermehren | Vermehren Sie Ihre Lieblingspflanzen jetzt durch Stecklinge. Alle Nachkommen haben dann die gleichen Eigenschaften. Das funktioniert mit Stauden, KrÀutern, StrÀuchern oder Gehölzen. Die Triebe sind jetzt stark genug, aber noch nicht verholzt. Achten Sie darauf, den Steckling von einer gesunden Pflanze zu gewinnen. WÀhlen Sie einen gesunden, krÀftigen Trieb aus und verwenden Sie ein scharfes Messer. So funktioniert's:
- Schneiden Sie eine etwa fĂŒnf Zentimeter lange Triebspitze unterhalb einer Blattachse ab. - Entfernen Sie die unteren BlĂ€tter. - Stecken Sie den Steckling in Anzuchterde und sorgen Sie dafĂŒr, dass der Boden immer leicht feucht ist und die Pflanze nicht austrocknet. - Bei groĂblĂ€ttrigen Pflanzen empfiehlt es sich, die BlĂ€tter zu halbieren, um der Verdunstung vorzubeugen. - Eine Haube aus Folie unterstĂŒtzt das Wachstum. - Nach vier bis sechs Wochen haben sich die ersten Wurzeln gebildet und der Steckling kann ausgepflanzt werden. LĂ€nger dauert die Vermehrung mit Absenkern. Aber so lassen sich beispielsweise Feige und Wein problemlos vermehren. |
| KraftbrĂŒhe aus Brennnesseln und Schachtelhalm | Viele GewĂ€chse sind - richtig zubereitet - echte PflanzenstĂ€rkungsmittel. Brennnessel, Beinwell, Achterschachtelhalm, Baldrian, Giersch und Holunder eignen sich fĂŒr die Herstellung spezieller StĂ€rkungsmittel. Aus den Pflanzen werden Jauchen, Tees und KaltwasserauszĂŒge zubereitet. Diese enthalten wertvolle NĂ€hrstoffe und sind hervorragender DĂŒnger. Wunder darf man allerdings nicht erwarten, gegen SchĂ€dlinge wirken sie nur schwach. FĂŒllen Sie einen Eimer mit Pflanzenmaterial und gieĂen Sie Regenwasser auf die BlĂ€tter, bis alles gut bedeckt ist. Dazu kommen zwei kleine Gartenschaufeln Gesteinsmehr. Decken Sie das GefÀà ab und lassen sie den Sud etwa 14 Tage ziehen. Ist die Jauche fertig, muss sie vor dem GieĂen noch verdĂŒnnt werden. (1:10 oder 1:5) Pflanzenjauche sollte nicht auf die BlĂ€tter kommen, sondern direkt an die Wurzeln der Pflanzen gegossen werden. |
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